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03|26 N°7

Liebe Erlenwerk-Freund*innen
 

Auf dem Schreibtisch steht der Computer und wir tippen neue Formate, Workshops, Posts

und die Buchhaltung. Da gibt es Einiges zu tun im Erlenwerk.
Und das ist gut und macht auch viel Spaß. Denn wir mögen dass Erlenwerk sehr!
Wir wollen ja da sein, neue Ideen entwickeln und ins Gespräch mit Euch und Anderen kommen.

 

Aber wir lernen gerade Zeiten zu schaffen, in denen wir selbst nur Künstlerinnen sind - nichts sonst. Und vermutlich geht es nicht anders, als dass wir dann andere Aufgaben ruhen lassen.

Es geht nicht um ein „Freischaufeln",  sondern um ein Zulassen, das Anderes gerade nicht ist. 

 

Das ist ein Lernen, dass wir neben all das Organisieren im Erlenwerk auch die Kunst und unser Lernen in der Kunst, in der Malerei, in der Druckgrafik reihen.

Und vielleicht nicht reihen sondern dort einen wichtigen Platz frei halten.
Sonst bleibt es beim  Erledigen der Aufgaben und bei der Hoffnung irgendwann einmal wieder selbst eine Monotypie oder eine Lithografie zu machen. 


Ana hat uns, Sarah und Käthe, in einer Einheit noch einmal neu und anders

in die Welt des Pulppaintings, in das Malen mit Papierfasern, geführt. 


Die verschiedenen Fasern des Papiers -
Die unterschiedlichen Möglichkeiten ein Papier zu gestalten - 

Eine Collage oder eine Malerei?
Harte Kanten, weiche Kanten, federnd, luftig und leicht.
Wir arbeiten knapp 3 Stunden zusammen, still und im Gespräch. 

Wir lernen voneinander und sind nur wir und das Material. Das Kennenlernen und Staunen.
Da ist jetzt kein Planen und Verwerten, sondern da sind wir. 

 

Das ist unsere Idee, auch für unser Arbeiten miteinander.

So halten wir nun auch regelmäßig in unseren wöchentlichen Gespräche einen Termin frei, in dem wir gemeinsam Arbeiten. Und genau, in dieser Woche gäbe es eigentlich auch Sachen zu besprechen, aber das machen wir dann einfach nicht.

In dem wir uns selbst in dieses Privileg der Kunst werfen, können wir euch auch im Erlenwerk  Begleiterinnen eurer Suche werden. Und so können wir auch einen Ort schaffen, der authentisch ist und ehrlich. Ein Ort, in dem es nicht die ganze Zeit um Distribution und Finanzierung geht.
Wir wollen euch Raum schenken zu Sein und euch auch Mut machen, immer wieder Innezuhalten und zu Lernen, zu Hören, Zeit zu haben.

Und wir üben das selbst jetzt, immer wieder.
 
Also: Kommt immer wieder ins Sein, seid umarmt in den Frühling hinein und

eingeladen ins Erlenwerk. Wir freuen uns auf euch!

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11|25 N°6

Liebe/r Erlenwerk-Freund*innen,

Unser Arbeiten ist zyklisch.
Die gelben Blätter erzählen davon. In den Jahreszeiten werden solche Kreisläufe greifbar. 

Wir erleben das Wachsen und Werden, das Sein und den Abschied. 

Das ist wohl ein Privileg, hier an einem Ort zu sein, an dem das spürbar ist. 

Heute sind es kürzere Tage und Äpfel, die neu schmecken. 

Licht das weicher strahlt und Sonne, die nur noch Glück ist. 

Blätter die fallen und Äste wie Zeichnungen. 

 

Viele Dinge sind gegensätzlich und bedingen sich doch. 

In der Fülle brauchen wir Zeit und in der Leere, im Nichtstun ist Leben.
Wir brauchen die Konzentration und Kontemplation um schöpferisch tätig zu werden und sind vielleicht gerade in unserer Verletzlichkeit wach und aufmerksam.

Wenn wir in unserer Werkstatt eine Projektwoche wie im September mit der Freien Alternativ Schule erleben, kommt genau dies zum Schwingen.

Die Fülle, die Erwartungen, das Projekt. 

Die Hauswand voller geparkter Fahrräder, die 11 Kinder die täglich freudig die Werkstatt betreten.

Die Lautstärke.

Die Spiele und Ideen.

Die Vorfreude auf das Tun.
Dann die Ruhe beim Zeichnen und Gestalten, die Konzentration. 

Die Feinsinnigkeit beim Arbeiten mit dem Papier-Trockner.

Die Geduld und vielleicht auch Ungeduld, weil das Handwerk Zeit fordert. 

Aber auch die hohen Erwartungen an sich selbst. 

Die Frustration an mühevollen Arbeiten, wie das Schnitzen am Linoleum.
Und dann das Ergebnis, der Stolz, das Erzählen.
Die Gruppe die auf eine ganz besondere Art zusammen gewachsen ist.
Der Wunsch bei uns langfristiger zu Arbeiten. Ein Praktikum vielleicht?
Andere Techniken, die jetzt greifbarer sind und neue Möglichkeiten bieten.

Viele kommen zu früh und bleiben dann so lange sie können, wollen sich nicht trennen von einem Ort, der sie zum Sprudeln bringt. Die Kinder präsentieren in der Schule, was sie im Erlenwerk erlebt haben.
Das erfüllt uns mit Glanz.
Die Stille in der Werkstatt nach dieser vollen Woche ist wohltuend und gleichzeitig Schade-dass-es-vorbei-ist.


Auch das Projekt: ein Kreislauf.  

Ein Projekt, dass viele Arbeitsschritte beinhaltet, Material und Haptik so unterschiedlich. Die weiche, matschige, kalte Papierfaser im Wasser, die Wärme des Papiertrockners, der Druck vom Messer in der Hand, die Farben und am Ende ein selbstgebundenes Buch mit handgeschöpftem Papier und einem geschnitzten Hochdruck auf dem Buchdeckel.
Die 11 Bücher sind sich ähnlich und doch sind sie für sich ganz anders und ein bisschen steckt darin die Persönlichkeit jedes einzelnen.

Und wenn der Herbst vorbei ist, ist dann schon fast Weihnachten. 

Wir freuen uns auf euch in unserer Werkstatt. 
Vielleicht habt ihr Lust dem nachzuspüren, was in diesem Jahr passiert ist.
Oder ihr bereitet ein schönes Geschenk für einen Menschen vor.
Oder ihr trefft euch auf Glühwein und Lebkuchen mit Freund*innen und Kolleg*innen und habt Zeit dieses Jahr und Weihnachten zu feiern.

Glühwein und Ruhe. Feiern und Zeit.
Bei uns gibt es das. Beides.


Auf bald im Erlenwerk

Ana, Sarah und Käthe

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08|25 N°5

Liebe Erlenwerk-Freund*innen,

 

und wieder war da Weite und Sommer und Strahlen und Wasser und Sand und Eis und Freiheit und Feuerkartoffeln und Sterne.
Und dann ist da ein Zurückkommen.
Ein Sortieren und Sichten.
Pläne schreiben und To-Dos abhaken. E-Mails lesen und Erinnerungen.

Und dann einen Platz schaffen für einen kleinen Stein mit Löchern, in denen noch Sand ist.

Und manchmal fühlt es sich wie eine vergessene Frage an und schade, dass der Stein nicht größer ist und dass der Wecker wieder so früh klingelt.


Und doch gibt es im Zurückkommen auch Zeit zum Erzählen und Zeit zum Üben, Wiederbeginnen, Wiederholen und Weitermachen. Freude auf die Freund*innen und Freude auf das Langfristige, auf das „jeden Tag“.

Das Gute am Alltag ist doch, dass wir jeden Tag weitermachen können und dass nicht alles in das Heute passen muss.

Das Erlenwerk kann ein Ort zum Neuanfangen, Weitermachen und Wiederbeginnen sein.

Ein Ort zum Steine sammeln und Muscheln. Und Farben sortieren und Leuchten.

Vielleicht können wir gemeinsam die vergessene Frage in Erinnerung rufen und Stille schaffen neben all den unbeantworteten Mails.

Unser Kursprogramm ist neu und vielfältig und vertraut.
Wir freuen uns auf euch, wenn ihr anfangt oder weitermacht im Alltag zu sammeln und zu üben, zu wiederholen und zu lernen.

Wir freuen uns auf das langfristige Arbeiten mit euch, aber auch die kleinen Auszeiten.
Vielleicht ein Innehalten am Wochenende mit Monotypie oder ein kleiner Spaziergang durch die Lithografie.
Fragt uns dafür an.

Wir bieten individuelle Workshops auch für Familien, Freund*innenkreise, Senior*innen und andere Gruppen an.

Wir freuen uns über Pläne mit euch und das Zurückkommen!

Auf bald,
eure Ana, Sarah und Käthe aus dem Erlenwerk

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Liebe Erlenwerk-Freund*innen

 

Der Lavendel blüht lila und der Flieder.
An der Elbe habe ich die Nachtigall gehört und im Alaunpark die Menschen.
Jedes Jahr das Aufblühen und die Freude.
Und dann ist es auch die Zeit, in der wir Menschen kennen lernen oder ihnen wieder begegnen.

Zwischen den Straßen und Bäumen.
Und die Zeit, in der Menschen von ihren Fahrrädern absteigen und teilen und  bleiben und erzählen.
Wenn das Erlenwerk zu einem Ort wird, in dem Menschen eine Stunde oder drei absteigen und mit sich selbst und anderen teilen, dann ist es ein guter Ort.

Ein Ort an dem es viel Freude macht zu sein und zu arbeiten. 

 

Wir erleben, wie Menschen sich einlassen auf sich selbst und auf das Material in ihren Händen.

Und wie sie, beim Schleifen der Steine ins Gespräch kommen, beim Versuch einer Zeichnung aufmerksam werden, beim Ritzen in Kupfer oder Zink es noch einmal probieren. Wie sie beim Schnitzen in Holz oder Linoleum kraftvoll werden, und wie sie in der Zartheit der geschöpften Blätter vom Maulbeer- und vom Gampibaum Feingefühl entwickeln.

All das bedeutet auch Aufblühen.


Darin findet  Begegnung statt:  Mit sich selbst, dem Material, dem eigenen Ausdruck und auch den anderen Menschen, die teilhaben. Eine Gruppe, von Menschen, die sich nicht kannten, wächst über die Zeit des Kurses zusammen und entwickelt eine eigene Sprache.


In den vergangenen Monaten haben wir im Erlenwerk viele Geburtstage gefeiert. Und so wird es zu einem Ort, an dem auch Freund*innen und Familien sich begegnen, anders und neu, sich gegenseitig in Erstaunen versetzen und schließlich gespannt sind, auf die Verwandlung, der eigenen Arbeit, die durch den Druck geschieht.

Wenn ihr noch nicht wisst, wie ihr euren eigenen Geburtstag, den eurer Freundin oder eures Vaters feiern sollt, dann fragt uns gerne an.
Wir erleben Nachmittage voller Erstaunen und Konzentration und haben nebenbei eine schöne Bar mit leckeren Getränken und backen auch Kuchen für euch.

Und wenn ihr am 07.06. Zeit habt, dann feiert unseren ERSTEN GEBURTSTAG mit uns.
Ja, das Erlenwerk wird ein Jahr und das macht uns unglaublich froh und stolz!
Wir haben da viel vorbereitet für euch und wollen noch einmal gemeinsam dieses erste besondere Jahr vorbei streichen lassen. Geburtstagskuchen gibt es, einen großen Lithostein, zum bemalen und ausserdem eine lange Monotypiegirlande.
Also: Kommt vorbei! Bringt das Erlenwerk zum Blühen! Feiert Begegnung und steigt für ein paar Minuten von eurem Fahrrad ab.

 

Und, ihr habt es schon gesehen: Das Erlenwerk hat jetzt ein richtiges Logo.
Drei in sich verschränkte Erlenblätter.
Es gefällt uns gut und wird schon bald an unserer Eingangstür zu sehen sein.


Auf bald
eure Ana, Sarah und Käthe aus dem erlenwerk

Foto: Judith Ziegenthaler
05 | 25 N°4

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02/ 25 N°3

Liebe Erlenwerk-Freund*innen,

 

Letzte Woche war ich an einem Ort, in dem der Himmel sich frei über mir aufspannte.
Sterne waren da und Wolken unverstellt.
Wind und Schnee und dann der Frühling.

Das Erlenwerk soll so ein Ort sein, denke ich. Ein Ort in dem sich der Himmel aufspannt.
Gespräche. Toleranz. Musik. Kunst. Geselligkeit. Freude. Raum einer Fremden zu begegnen.

Die Erzählung einer Lebensgeschichte steht neben der gerade entstanden Monotypie.
Und es ist dann nicht mehr wichtig zu wissen, weshalb man eigentlich da war. Ging es wirklich darum eine Technik zu erlernen, Kunst zu produzieren, oder geht es um diese Begegnung und das Erleben von Weite und der Spannung die dabei entstehen kann.
Das Gespräch, dass innerhalb künstlerischer Prozesse mitunter auch ohne Worte daher kommt, bereichert. Die Begegnung der Fremden, die Begegnung der Freund*innen, die Begegnung mit dir selbst - geschieht in einem Raum, der frei ist von Wertung.

Vor zwei Wochen haben wir zum Tag des offenen Erlenwerks eingeladen und einen so vertieften und ruhigen Nachmittag erlebt. Wir waren da und einige Menschen kamen und haben mit uns geteilt und wir mit Ihnen.
So soll das sein- denke ich.

Und ihr dürft auch kommen, dürft euch auf Prozesse einlassen und teilhaben und selbst  Ideen einbringen.
Das Programm für das Sommersemester steht und ist vielfältig.
Gerne bieten wir auch individuelle Gruppenworkshops, Geburtstage, Feste und Feiern innerhalb und außerhalb des Erlenwerks für euch an. Ladet euch ein! Ladet uns ein!

Und ihr dürft uns natürlich auch unterstützen. Nach wie vor sind wir auch darauf angewiesen, da wir alles zu dritt stemmen und momentan keinerlei Förderungen bekommen. Habt vielen Dank für diesen unglaubliche Support unseres Crowdfundings im Dezember 2024! 


 

Wir freuen uns sehr auf eure Erlebnisse mit der Kunst, dem Handwerk und dem aufgespannten Himmel zwischen uns. 

Auf bald
eure Ana, Sarah und Käthe aus dem erlenwerk

11/ 24 N°2

Liebe Erlenwerk-Freund*innen

Die Schneeflocken erinnern mich daran, dass es nun wieder Zeit wird, euch zu schreiben.

Der Himmel zeigt sich in Graustufen und Licht. Es ist kalt draußen und nass. 
Ich mag diese Zeit im Erlenwerk. Sie ist konzentriert und still und doch übervoll.
Wir spüren sehr, dass auch ihr aus dem Sommer zurückgekehrt seid. Da ist mehr Zeit für das versunkene Arbeiten oder das Kennenlernen der eigenen Fingerfertigkeit beim Bespannen einer Schachtel.

In den letzten drei Monaten haben wir uns neu hinein gefühlt ins Erlenwerk. In das Arbeiten und Weitergeben, in das Menschen begleiten und herausfordern, in das Präsent sein und sich zurück ziehen. Die Werkstatt bleibt im alltäglichen Erleben kein herzklopfendes Abenteuer, sondern wird durch die Menschen, die kommen, sich wohl fühlen, arbeiten und ausprobieren, durch unsere eigene Arbeit dort, real und normal. Und das ist gut.
Weil dieses Alltägliche für das künstlerische Arbeiten unbedingt notwendig ist und das Wissen darum, dass nicht alles heute geschehen muss und dass es morgen oder vielleicht auch erst übermorgen weiter geht.

Häufig werden wir gefragt,  wie es denn so läuft bei uns.
In uns steckt die Tendenz uns an Zahlen zu orientieren und daran zu messen, ob es  eben “läuft”. 

 

Doch schlage ich vor dem etwas entgegenzusetzen und zu sagen:
Ja es läuft sehr gut, weil in den letzten Monaten fünf sehr fantasievolle Marionetten entstanden sind und drei Kinder sich intensiv mit Pflanzen auseinander gesetzt haben und sich wohl gerade bei jeder Pflanze die Frage stellen ob die Struktur wohl interessant für einen Druck wäre.
Ja, es läuft gut, weil im Erlenwerk Kinder mit ihren Eltern und Eltern mit ihren Kindern neue Erfahrungen machen, Zeit haben und Geduld üben.
Ja es läuft gut, weil nun mehr Menschen wissen, was eine Monotypie ist oder PulpPainting oder weil  einige Menschen einen Ort gefunden haben, in dem Sie kontinuierlich künstlerisch arbeiten können und dies so sehr wertschätzen.
Weil es einfach so viele Menschen gibt, die sich interessieren und darauf freuen sich demnächst oder irgendwann einmal bei einem Kurs anzumelden und es auch schon Menschen gibt, die sich auf diese intensive Reise der Lithografie und der Radierung eingelassen haben und sich auf die Sprache der Kalkschiefersteine und Kupferplatten einlassen.
Und weil wir uns wöchentlich treffen und die Zeit nie ausreicht, um zum Ende zu kommen, mit allen Plänen und Ideen.

Und keine Frage, dass wir in vielen Dingen auch wirtschaftlich denken müssen, um das Erlenwerk zu erhalten. Wir sind natürlich darauf angewiesen, dass Menschen das Erlenwerk finden und dass sie es gut finden und dass es Menschen gibt, die uns finanziell unterstützen. Deshalb haben wir auch diese Jahr wieder ein Crowdfunding organisiert.
Aber unser Ziel ist es ja vor allem, einen Ort zu schaffen, Raum zu geben, Kunst zu ermöglichen und Zeit.

Und deshalb läuft es sehr gut und wir erzählen von Marionetten und Pflanzen und Drucken und der Adventszeit.
Da gibt es viele Ereignisse, Workshops und Events zu denen wir euch ganz herzlich einladen!

Ihr seht, da ist viel los bei uns.
Kommt gerne vorbei, seid dabei oder schreibt eine Mail und teilt uns eure Gedanken.
In jedem Fall wünschen wir euch eine gute Adventszeit und ihr hört uns in dieser Form das nächste Mal im Februar.

Auf bald
eure Ana, Sarah und Käthe aus dem erlenwerk
 

8/ 24 N°1

Liebe ErlenwerkFreund*innen,   

Genau ein Jahr ist es her, dass unsere Gedanken das erste Mal das erlenwerk aufspürten. Damals hatte es natürlich noch nicht seinen Namen: erlenwerk.
Der kam dann später zu uns und wir mögen ihn jetzt sehr.

Wir stapelten alle unsere Ideen aufeinander und fingen an sie zu sortieren.
Wir, Ana, Sarah und Käthe, fingen an ein Team zu werden.
Das Jahr war lang und kurz  - wir  haben viel geschafft und sind mit manchem nicht schnell genug, wir haben Listen, die wir abarbeiten und Listen, die liegen bleiben. Wir haben uns mit Warentarifnummern, Gewichtszulassungen, Rampen, Gabelstaplern, Zollbehörden, Versicherungen, der Kontoeröffnung, Ausschankgenehmigung und Gewerbeanmeldung die Zeit vertrieben.

Und dann haben wir auch euch gespürt, als Menschen, die ihr da seid, die ihr uns unterstützt, die ihr das gut findet, wenn wir unsere Kräfte und unsere Kunst bündeln und vereinen.

Zuerst im Crowdfunding im Dezember 2023.
Dort haben wir das erste Mal gezeigt, wer wir sind.
Judith hat mit uns ein sehr  tolles und spontanes Fotoshooting gemacht.
Was dort, beim Crowdfunding zusammenkam, war nicht nur Geld, sondern eure Anerkennung und Wertschätzung, eure Vorfreude und Freude an unserer Kunst und unserer Idee.

Dann ganz praktisch - Anfang des Jahres.
Im Einlagern, Verstauen, Umräumen, Rampe hinauf und hinunterschieben. Im Bibbern und Zittern, ob die Laderampe stark genug ist,  im Wuchten und Einsortieren.

Und die Freude im April.
Unsere erste Veranstaltung - Interim -  Das Dazwischen und davor, das Provisorium, die Übergangslösung - Kunst und Musik zwischen Paletten und Maschinen, 

erdacht von Christin, die viele unterschiedliche Künstler*innen aus Dresden einlud und so, das Bild eröffnet, für diese Vielfältigkeit der Druckkunst. Die Diversität, von der wir Menschen ja leben.
Begleitet von Musiker*innen, die das erlenwerk zu einem Fest werden lassen.

Dann wieder praktisch im Mai.
In den Bautagen mit Konstantin, Tobias, Hartmut, Anna, Hannes und den vielen Kindern.
Plötzlich stehen da massive Arbeitstische vom Feinsten und eine Bar, die sich sehen lassen kann….. Habt ihr die Lichtleiste schon entdeckt? (Dinge, die uns stolz machen!)

Danach bei unserem Eröffnungsfest im Juni.
Und wieder stapelt sich Idee über Idee und wir lernen Menschen kennen und verknüpfen und denken nach, wie es weiter geht.

Und immer wieder geht etwas neu los - fängt an.
Wir fangen an.

Jetzt gibt es ein Programm -
Und wir wollen mit euch anfangen, zu arbeiten, Zeit geben und Raum, vielleicht Manches zeigen, aber bestimmt auch von euch lernen.
Wir haben uns das Programm vielfältig überlegt, da Menschen unterschiedlich sind - manches ist sehr frei und künstlerisch, anderes eher klar und handwerklich - und in vielem steckt beides drin.
Und wenn ihr einen Wunsch habt, den ihr noch nicht findet, dann erzählt ihn uns.

In jedem Fall freuen wir uns auf euch und auf euer künstlerisch, handwerkliches Arbeiten, auf die Zeit, die ihr euch nehmt, die Freiheit, vom Alltag kurz Abstand zu nehmen.

Auf bald im erlenwerk,
Eure
Ana, Sarah und Käthe

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