top of page

Wir haben Geburtstag gefeiert. Gemeinsam mit euch!

Und dann haben wir eine Karte bekommen.
Ein Gänsegeier fotografiert in der Verdonschlucht.
Frank hält sich mit den Füßen am Geländer und beschreibt die Jagd mit der Kamera.  

Waghalsig, vornüber gebeugt, lauernd, den Flug des Vogels beobachtend. 


Ein Foto. Der Vogel fliegt.

Auf der Rückseite der Wunsch: „Fliegt weiter!" 

Ein Wunsch, eine Ermutigung für uns als Erlenwerk zum zweiten Geburtstag.

 

Die Karte trifft auf eine Realität.

Denn ja, genau: Weiterfliegen, das ist es wohl, x wir üben müssen und dürfen.

 

Im April haben wir Post im Briefkasten.

Und drin ist ein Kündigungsschreiben für die Räumlichkeiten des Erlenwerks.

Ende März 2027 müssen wir ausziehen und die Erlenstraße 6 verlassen.

Es regnet an diesem Tag und es fühlt sich im ersten Moment irreal an.

 

Nach all diesen Stunden Arbeit, Zeit und Mühe.

Nach all den Gesprächen und Überlegungen.

Nach all dem Werben und Teilen.

All die Ideen, die wir noch haben, die Förderungen, die wir noch schreiben wollen, die

Veranstaltungen und Kurse, die noch stattfinden sollen, die Kooperationen, die Maschinen, die

eigene künstlerische Arbeit.

 

All das hat vorerst keinen Platz mehr.

Und das lastet schwer.

 

Wir teilen das mit euch an unserem Geburtstag. 

Dass ihr traurig seid, ermutigt uns. 

Dass ihr überlegt, wie ein Weiter aussehen kann, lässt uns weniger alleine fühlen und gibt auch eine Perspektive. 

 

„Fliegt weiter!" sagt Frank und wir wollen es versuchen.

 

Wir suchen jetzt Räume, stellen uns Fragen, was wir wollen, 

wie wir das Erlenwerk weiterdenken können, 

was wir verändern wollen - vergrößern, verkleinern, den Fokus anders setzen, im Stadtviertel

bleiben, an den Rand gehen, mehr Kooperation? 

 

Weiterfliegen?

Wir überlegen gerade so sehr, wie es gehen kann.

 

Habt Dank für euere Gedanken, eure Ermutigung und eure Unterstützung.

 

Vielleicht wisst ihr von Räumlichkeiten oder Menschen, die Interesse haben, sich einzubringen.

Wir wissen es momentan noch nicht und freuen uns über Ideen und Initiative.

Jetzt erst recht. 

 

Denn wir brauchen alle diese Orte des Entdeckens, des Neuanfangens und Staunens,
Orte der Kunst und Kultur.

Jetzt ist erst einmal Sommer.
Wir sind immer wieder in der Sommerpause und immer wieder auch da.

bottom of page